Kulturtouristisches Regionsprofil.
Engiadina Bassa / Val Müstair
Das wichtigste in Kürze
Das kulturtouristische Regionsprofil zeigt eindrücklich auf, dass die Regiun Engiadina Bassa / Val Müstair über eine beeindruckende Fülle an kulturellen Schätzen verfügt, von international anerkannten Leuchttürmen (wie dem UNESCO-Weltkulturerbe Kloster St. Johann in der Val Müstair) bis hin zu noch wenig bekannten Perlen. Das Profil versteht sich nicht als Inventar, sondern als eine von Fachexperten kuratierte Auswahl von Kulturgütern, die in einem partizipativen Prozess auf ihre touristische Relevanz untersucht wurden. Es zeigt auf, dass der Kulturtourismus in der Region ein grosses Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung, die Stärkung der Nebensaison und die Schaffung authentischer Begegnungen bietet.
Themenschwerpunkte
Un gruppo direttivo composto da rappresentanti di TESSVM, Regiun EBVM, Naturpark Biosfera Val Müstair, ikg e dalla direzione di graubünden Cultura ha individuato i seguenti sei temi:
| architectura – Architektur | Von den historischen, gut erhaltenen Engadinerhäusern mit ihren Sgraffito-Fassaden über die Bedeutung der Dorfbrunnen bis hin zu zeitgenössischen Umbauten ebenso wie von den historischen Hotelbauten. |
|---|---|
| aua – Wasser (Mineralquellen) | Die reiche Bäderkultur des Unterengadins, die Geschichte des Kurtourismus in Vulpera und Tarasp sowie die Herausforderungen der modernen Wasserbewirtschaftung im Zeichen des Klimawandels. |
| art e museums – Kunst und Museen | Regionale Leuchttürme wie das Muzeum Susch, die Fundaziun Not Vital oder das Kloster St. Johann in Müstair, ergänzt durch zahlreiche lokale Galerien und spannende Ortsmuseen. |
| lingua e literatura – Sprache und Literatur | Die sprachliche Vielfalt mit Vallader, Jauer und Samnaunerdeutsch, die reiche Literaturszene der Region sowie Sagen und Märchen, die tief in der Kultur verankert sind. |
| musica – Musik | Die starke Tradition der Chor- und Blasmusik, Volks- und Kammermusik bis hin zu modernen rätoromanischen Pop- und Rockmusikern (Trubadurs rumantschs). |
| manster e tradiziuns vivas – Handwerk und Lebendige Traditionen | Traditionelles Handwerk wie das Schmieden, Weben oder Sgraffito sowie lebendige Bräuche wie der Chalandamarz oder das Erntedankfest, die zunehmend auch aktiven, kreativen Tourismus ermöglichen. |
Konkrete Entwicklungspotenziale für die Region
Ein besonderer Fokus des Profils liegt auf dem praxisnahen Aufzeigen von Entwicklungspotenzialen. Das Dokument liefert konkrete Ideen, wie die kulturellen Schätze touristisch noch besser in Wert gesetzt werden können. Dazu gehören Vorschläge für neue Vermittlungsformate (z. B. Architekturtage, Festival der sprachlichen Minderheiten), die Förderung von aktivem und kreativem Kulturtourismus (z. B. Handwerks-Workshops) sowie die stärkere Bündelung von Angeboten an Schnittstellen (wie Bäderkultur, Architektur und Kunst in Nairs).
Für wen ist dieses Profil?
Das Regionsprofil dient als fundierte Wissensgrundlage und Arbeitsinstrument für:
- Tourismusdestinationen und -akteure: Zur Entwicklung von inhaltlich hochwertigen, kulturtouristischen Angeboten und zur Schärfung des Destinationsprofils.
- Kulturschaffende und Institutionen: Als Grundlage für die regionale Kulturstrategie und zur besseren Vernetzung.
- Interessierte Gäste und Einheimische: Als Orientierungshilfe, um den kulturellen Reichtum der Region (neu) zu entdecken.
Das vollständige Regionsprofil
Entdecken Sie den kulturellen Reichtum der Regiun Engiadina Bassa /Val Müstair im Detail, von historischen Ortsbildern über rätoromanische Sprache und Musik bis hin zu lebendigen Traditionen und touristischen Entwicklungspotenzialen.